Die 5 beeindruckendsten schwarzen Schlangen der Welt in diesem Ranking sind die Schwarze Sumpfschlange (Seminatrix pygaea), die Schwarze Speikobra (Naja nigricincta woodi), die Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi), die Mexikanische Schwarze Königsnatter (Lampropeltis nigrita) und der Schwarzkopfpython (Aspidites melanocephalus).
- Nur eine ist für Menschen gefährlich: die Schwarze Speikobra mit zytotoxischem Gift. Die übrigen vier Arten sind ungiftig.
- Die längste: der Schwarzkopfpython mit rund 3 m, wobei nur Kopf und Hals schwarz sind. Unter den durchgehend dunklen Arten führt die Indigonatter mit bis zu 2,6 m.
- Die kleinste: die Schwarze Sumpfschlange mit 25 bis 38 cm und leuchtend rotem Bauch.
- Lebensräume: Nordaustralien, Nordwestmexiko, der Südosten der USA und das südliche Afrika.
Wer nach schwarzen Schlangen sucht, landet meist zuerst bei der Schwarzen Mamba. Der Name täuscht allerdings: Ihr Körper ist meist olivgrün, grau oder braun. „Schwarz“ ist das Innere ihres Mauls, das sie bei Bedrohung weit aufreißt.
Diese Liste lässt die Mambas bewusst aus. Stattdessen findest du hier fünf Arten mit echter Dunkelfärbung, bei einer davon beschränkt sie sich allerdings auf den Kopf. Dabei sind eine Kobra, die ihr Gift gezielt verspritzt, eine der längsten Schlangen Nordamerikas, eine winzige Art mit rotem Bauch und zwei Arten, die auch andere Schlangen fressen. Die Platzierung ist eine redaktionelle Einschätzung. Sie richtet sich weder nach Gefährlichkeit noch nach Größe, sondern nach den auffälligsten Anpassungen und Verhaltensweisen. Und falls du dich fragst, ob auch in Deutschland schwarze Schlangen leben, findest du die Antwort im FAQ am Ende.
Vergleichstabelle der 5 beeindruckendsten schwarzen Schlangen
| Platz | Schlange | Wissenschaftlicher Name | Verbreitung | Größe | Giftig? |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Schwarze Sumpfschlange | Seminatrix pygaea | Südosten der USA | 25 bis 38 cm (Rekord 62,2 cm) | Nein |
| 2 | Schwarze Speikobra | Naja nigricincta woodi | Südliches Afrika | im Schnitt 1 bis 1,2 m, bis 1,8 m | Ja, sehr gefährlich |
| 3 | Östliche Indigonatter | Drymarchon couperi | Südosten der USA | 1,5 bis 2,1 m, bis 2,6 m | Nein |
| 4 | Mexikanische Schwarze Königsnatter | Lampropeltis nigrita | Nordwestmexiko und Südosten von Arizona | 0,9 bis 1,5 m | Nein |
| 5 | Schwarzkopfpython | Aspidites melanocephalus | Nordaustralien | bis etwa 3 m | Nein |
5. Schwarzkopfpython (Aspidites melanocephalus) bis ca. 3 m
Ganz schwarz ist er nicht, doch der glänzend schwarze Kopf samt Hals, der sich scharf vom braun gebänderten Körper abhebt, reicht für einen Platz im Ranking. Der Schwarzkopfpython lebt im Norden Australiens, von Halbwüsten bis zu lichten Savannen, und wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.
Ein Kopf wie ein Solarpanel
Fachleute vermuten, dass der dunkle Kopf dem Tier hilft, sich in der Sonne aufzuwärmen, während der restliche Körper im Bau verborgen bleibt. Das senkt zugleich das Risiko, von Fressfeinden entdeckt zu werden. Wichtig ist: Es handelt sich um eine weit verbreitete Hypothese und nicht um eine in jedem Fall gemessene Tatsache. Von dieser Gewohnheit stammt auch der englische Spitzname Tar Pot, zu Deutsch „Teertopf“.
Spezialist für Reptilien
Auf dem Speiseplan stehen vor allem Reptilien, also Echsen und andere Schlangen, darunter auch Giftschlangen. Gelegentlich erbeutet er kleine Säugetiere und Vögel. Seine Beute erwürgt er mit kräftigen Körperschlingen.
Ohne Grubenorgane und ohne Zwischenkieferzähne
Viele Pythons orten Wärmequellen mit Grubenorganen an den Lippen. Dem Schwarzkopfpython fehlen sie. Auch Zähne im Zwischenkiefer besitzt er nicht. Laut Reptile Database sind beide Merkmale typisch für die gesamte Gattung Aspidites.
Ein Leben unter der Erde und in der Nacht
Er verbringt viel Zeit in Bauen, hohlen Baumstämmen, Bodenspalten, Termitenhügeln und zwischen Felsen und ist überwiegend nachtaktiv. Das Weibchen legt 5 bis 10 Eier und bewacht sie, indem es sich um das Gelege wickelt.
Kopfstöße mit geschlossenem Maul
Fühlt sich der Python bedroht, zischt er meist und öffnet das Maul einen Spalt, beißt aber nur selten. Wenn er doch zuschlägt, dann oft mit einem Kopfstoß bei geschlossenem Maul. Giftig ist er nicht.
4. Mexikanische Schwarze Königsnatter (Lampropeltis nigrita) 0,9 bis 1,5 m
Es handelt sich um eine ungiftige Natter mit glatten, glänzenden Schuppen. Erwachsene Tiere sind meist fast einfarbig schwarz, auch am Bauch, und schimmern im Licht leicht bläulich. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Nordwesten Mexikos, vor allem in Sonora und Sinaloa, sowie im Südosten von Arizona.
Ein neuer wissenschaftlicher Name
Lange galt sie als Unterart der Gewöhnlichen Königsnatter und hieß Lampropeltis getula nigrita. So taucht sie bis heute in vielen Büchern und Terraristikshops auf. Aktuelle Datenbanken wie die Reptile Database führen sie als eigene Art Lampropeltis nigrita, auch wenn manche Autoren sie mit Lampropeltis californiae zusammenfassen. Sie schlicht als eine der Unterarten von Lampropeltis getula zu bezeichnen, ist daher überholt.
Mit dem Alter wird sie dunkler
Jungtiere können helle Flecken behalten, etwa unter dem Kinn, die mit der Zeit verblassen. Bei den Populationen aus Sonora und Sinaloa werden erwachsene Tiere meist fast schwarz und verlieren ihre Zeichnung.
Eine Schlange, die Schlangen frisst
Wie andere Königsnattern der Gattung Lampropeltis ist sie ein Opportunist und frisst Nagetiere, Eidechsen, Vögel, Eier und andere Schlangen. Der Name „Königsnatter“ spielt genau auf diese Vorliebe an. Sie würgt ihre Beute und gilt als widerstandsfähig gegenüber einem großen Teil des Gifts von Grubenottern, darunter Klapperschlangen. Das bedeutet jedoch keine Immunität gegen jedes Schlangengift.
Felsen, Gestrüpp und trockene Wälder
Sie bevorzugt trockene und halbtrockene Gegenden und versteckt sich unter Steinen, im Gestrüpp und in Bauen anderer Tiere. Die Art ist eierlegend: Die Weibchen legen Eier, und die geschlüpften Jungen sind sofort selbstständig.
3. Östliche Indigonatter (Drymarchon couperi) bis 2,6 m
Der U.S. Fish and Wildlife Service beschreibt sie als große, ungiftige Schlange von glänzend schwarzer Farbe, bei der Kinn, Kehle und manchmal die Wangen rötlich bis cremefarben sein können. Seit 1978 steht die Art auf der US-Bundesliste als bedroht (Threatened).
Die längste einheimische Schlange der USA
Erwachsene Tiere werden meist 1,5 bis 2,1 m lang. Die Höchstlänge liegt laut U.S. Fish and Wildlife Service bei etwa 2,6 m, einzelne Angaben aus Florida nennen sogar bis zu 2,8 m. Sie hat einen kräftigen Körper und glatte Schuppen. Wenn dich die Giganten unter den Schlangen interessieren, wirf einen Blick auf unser Ranking der größten Schlangen der Welt.
Der „Herrscher des Waldes“
Der Gattungsname Drymarchon stammt aus dem Griechischen und wird meist mit „Herrscher des Waldes“ übersetzt. Für eine Schlange, die Kiefernwälder und Buschland im Südosten der USA bewohnt, passt der Name erstaunlich gut.
Jägerin von Giftschlangen
Sie frisst andere Schlangen, auch giftige wie Klapperschlangen, und gilt als weitgehend widerstandsfähig gegen deren Gift. Dazu kommen Frösche, Schildkröten, Vögel und kleine Säugetiere. Sie würgt ihre Beute nicht, sondern überwältigt sie mit den Kiefern.
Ein Leben an der Seite der Schildkröten
Im nördlichen Teil ihres Verbreitungsgebiets dienen die Höhlen der Gopherschildkröte (Gopherus polyphemus) als Schutz vor Kälte und als Eiablageplatz. Außerdem nutzt die Indigonatter Nagetierbaue, hohle Baumstämme und Wurzelgänge. Der Bestand ging durch den Verlust von Lebensraum, den illegalen Heimtierhandel und die Praxis zurück, Benzin in Höhlen zu schütten, um Klapperschlangen herauszutreiben.
Mehr Show als Biss
Die Indigonatter ist ein eher ruhiges Tier. Fühlt sie sich bedroht, zischt sie und lässt den Schwanz vibrieren, zieht sich aber fast immer lieber zurück.
2. Schwarze Speikobra (Naja nigricincta woodi) stark giftig
Sie ist die einzige Schlange der Liste, deren Gift medizinisch ernst zu nehmen ist. Erwachsene Tiere sind tiefschwarz und glänzend, oben wie unten, mit glatten Schuppen. Sie gilt als Unterart der Zebra-Speikobra (Naja nigricincta) und lebt in trockenen Regionen des südlichen Afrikas.
Eine Kobra mittlerer Größe
Im Schnitt wird sie 1 bis 1,2 m lang, selten bis zu 1,8 m. Von der Königskobra, der längsten Giftschlange der Welt, ist sie weit entfernt. Mehr dazu findest du bei den giftigsten Schlangen der Welt. Jungtiere sind heller als die erwachsenen, haben aber bereits einen schwarzen Kopf und Hals.
Sie spuckt mit Zielgenauigkeit
Ihre festen Vorderzähne besitzen einen L-förmigen Kanal, der das Gift nach vorn lenkt. Fühlt sich die Kobra bedroht, richtet sie den Vorderkörper auf, spreizt den Nackenschild und schleudert das Gift bis zu 3 m weit, in der Regel auf die Augen des Angreifers. Im Auge verursacht es heftige Schmerzen und kann bleibende Schäden hinterlassen, wenn es nicht sofort ausgespült wird.
Ein Gift, das Gewebe zerstört
Das Gift wirkt stark zytotoxisch, wie bei anderen Speikobras: Es verursacht starke Schmerzen, Schwellungen und Gewebeschäden. Trotzdem sind nur sehr wenige Bisse dokumentiert, weil das Tier scheu ist und selten gesehen wird.
Tagaktiv und gern in trockenen Flussbetten
Die Kobra ist überwiegend tagsüber aktiv, besonders bei bewölktem Wetter, und bevorzugt trockene, sandige und felsige Gebiete, vor allem ausgetrocknete Flussbetten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der Umgebung von Kapstadt nordwärts durch Namaqualand bis in den Süden Namibias. Sie frisst Schlangen, Eidechsen und Frösche und vermehrt sich über Eier. Wie du gefährliche Arten erkennst, erklärt unser Beitrag zu den Warnsignalen bei Schlangen.
1. Schwarze Sumpfschlange (Seminatrix pygaea) 25 bis 38 cm
Sie ist die kleinste Art im Ranking und holt sich den ersten Platz mit einer Kombination, die schwer zu übertreffen ist: Mini-Format, gegensätzliche Farben und Lebendgeburt. Oben ist sie glänzend schwarz, unten trägt sie einen leuchtend roten Bauch mit schwarzen Zeichnungen an den Rändern. Für Menschen und Haustiere ist sie harmlos. Im Englischen heißt sie Black Swamp Snake.
Außen schwarz, unten rot
Die meisten erwachsenen Tiere messen 25 bis 38 cm, die dokumentierte Höchstlänge aus Florida liegt bei 62,2 cm. Jungtiere sind ähnlich gefärbt wie erwachsene.
Ein Name, der sich mehrfach geändert hat
Lange wurde sie in Büchern als Liodytes pygaea geführt, und unter diesem Namen taucht sie etwa beim Florida Museum noch heute auf. Eine phylogenetische Studie von 2023 stellte sie zurück in die Gattung Seminatrix, so steht sie inzwischen in der Reptile Database. Es lohnt sich, beide Namen zu kennen, wenn du nach Informationen suchst.
Heimlich und fast immer im Wasser
Sie lebt überwiegend im Wasser, in Zypressensümpfen, Marschen, Teichen, langsam fließenden Bächen und Kanälen mit dichter Vegetation, und versteckt sich zwischen Wurzeln und Schwimmpflanzen. Deshalb bekommt man sie nur selten zu Gesicht. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Florida bis in den Osten von North Carolina.
Die Jungen kommen lebend zur Welt
Die Art ist ovovivipar: Die Eier entwickeln sich im Körper des Weibchens, und die Jungen werden fertig entwickelt im flachen Wasser geboren. In Florida bringt ein Weibchen meist 2 bis 15 Junge zwischen Mai und Oktober zur Welt.
Nachtjägerin der Feuchtgebiete
Sie jagt nachts und frisst Regenwürmer, Egel, kleine Fische, Frösche, Salamander und kleine Gliederfüßer. Ihre Beute würgt sie nicht, sondern schluckt sie lebend.
Wenn du Schlangen-Rankings nach Farben magst, schau dir auch die schönsten orangen Schlangen und die schönsten gelben Schlangen an. Und falls dich die Begriffe durcheinanderbringen, erklärt dieser Beitrag den Unterschied zwischen Schlange, Viper, Natter und Kobra. Giftschlangen aus Australien findest du bei den giftigsten Schlangen Australiens.
Häufige Fragen zu schwarzen Schlangen
Welche dieser schwarzen Schlangen ist am giftigsten?
Die Schwarze Speikobra (Naja nigricincta woodi). Nur sie hat von den fünf Arten ein Gift, das für Menschen gefährlich ist. Es wirkt zytotoxisch und verursacht starke Schmerzen, Schwellungen und Gewebeschäden. Die anderen vier Arten sind ungiftig.
Ist die Schwarze Mamba wirklich schwarz?
Fast nie. Ihr Körper ist meist olivgrün, grau oder braun. Den Namen verdankt sie dem tiefschwarzen Maulinneren, das sie bei Bedrohung zeigt. Deshalb gehört sie nicht in dieses Ranking.
Welche schwarze Schlange der Liste ist die längste?
Der Schwarzkopfpython kann rund 3 m erreichen, allerdings sind nur Kopf und Hals schwarz. Unter den Arten mit dunklem Körper ist die Östliche Indigonatter die längste, mit bis zu 2,6 m laut U.S. Fish and Wildlife Service.
Gibt es schwarze Schlangen in Deutschland?
Ja, in Form schwarzer Farbvarianten heimischer Arten. Am bekanntesten ist die schwarze Kreuzotter, im Volksmund „Höllenotter“ genannt. Die Kreuzotter ist giftig. Ein Biss ist selten lebensgefährlich, sollte aber immer ärztlich abgeklärt werden. Auch bei der ungiftigen Ringelnatter kommen sehr dunkle Tiere vor. Fasse wildlebende Schlangen nicht an und versuche nicht, sie aus der Nähe zu bestimmen.
Sind alle schwarzen Schlangen gefährlich?
Nein. Vier der fünf Arten in diesem Ranking sind ungiftig, und die Farbe allein sagt nichts über die Gefährlichkeit einer Schlange aus.
Was tun, wenn eine Speikobra Gift in die Augen spritzt?
Die Augen sofort mit reichlich Wasser spülen und so schnell wie möglich ärztliche Hilfe suchen, denn das Gift kann bleibende Schäden verursachen, wenn es nicht rechtzeitig entfernt wird.
Wo leben die schwarzen Schlangen aus diesem Ranking?
Auf drei Kontinenten. Der Schwarzkopfpython lebt in Australien, die Mexikanische Schwarze Königsnatter in Mexiko und Arizona, die Indigonatter und die Schwarze Sumpfschlange im Südosten der USA und die Schwarze Speikobra im südlichen Afrika.

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